Positionen

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Grundsätze

Wir JUSOs kämpfen für eine andere Gesellschaft. Wir lehnen dieses Wirtschaftssystem ab, das nur wenigen Menschen grenzenlosen Reichtum bringt und dabei Milliarden von Menschen in Armut hält und die Umwelt zerstört. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, ihre Talente zu entfalten. Eine Gesellschaft, in der nicht Profitinteressen, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht. Eine Gesellschaft, in der niemand wegen seiner Herkunft, seines Äusseren oder seiner Lebensweise benachteiligt wird.

Wirtschaft und Umverteilung

In der Schweiz besitzt das reichste Prozentüber die Hälfte des gesamten Vermögens. Der enorme Reichtum der Schweiz ist extrem ungerecht verteilt. Die Steuern für die Reichen wurden in den letzten Jahren gesenkt und Sozialleistungen für die unteren Einkommen abgebaut. Während die Top-Manager Millionen kassieren, können rund 330’000 Menschen in der Schweiz weniger als 4’000 Fr. verdienen. Diese extreme Ungleichheit ist der politische Wille der bürgerlichen Mehrheit.

Gleichstellung

Vielerorts wird heute gesagt, Gleichstellung zwischen Mann und Frau sei schon lange erreicht. Tatsächlich, in den letzten Jahrzehnten hat sich die starre Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft stark verändert. Die gesetzliche Gleichstellung wurde voran getrieben, das Stimm- und Wahlrecht für Frauen erkämpft und nach jahrelangem Ringen eine Mutterschaftsversicherung eingeführt. Diese Gleichstellung ging aber oft zu Lasten von Migrantinnen, da die Hausarbeit an Schwächere delegiert wurde. Echte Gleichstellung muss aber alle besser stellen und darf nicht zu Lasten von anderen passieren. Fakt ist: Frauen verdienen noch heute durchschnittlich 20% weniger als Männer. Obwohl mehr als die Hälfte der Studierenden Frauen sind, beträgt der Anteil an den Professuren lediglich 15%. Sexismus ist alltäglich, sowohl gegen Frauen als auch gegen Männer. Frauen leisten in der Schweiz doppelt so viel Haus- und Familenarbeit wie Männer, auch weil Männer kaum die Möglichkeit haben Teilzeit zu arbeiten. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Von einer echten Gleichstellung der Geschlechter sind wir noch weit entfernt.

Migration

In der Schweiz leben 1,5 Millionen AusländerInnen. Sie zahlen Steuern und Sozialabgaben und gehen einer Arbeit nach. Trotzdem werden sie gezielt an den Rand gedrängt, schlecht entlöhnt, müssen im Alltag fremdenfeindliche Sprüche über sich ergehen lassen und dürfen weder wählen noch abstimmen. Die Absicht der Rechten ist klar: Nur schlecht integrierte AusländerInnen lassen sich als Sündenböcke benutzen! Wir wollen eine echte Integration von Migrantinnen und Migranten.